Rechtzeitig für den Sommer 2021 brachte der Barprofi und Spirituosenexperte Stephan Hinz mit Root to Fruit eine dreiteilige Aperitif-Range auf den Markt. Mit von der Partie: der von Blüten inspirierte Root to Fruit – Kalyx. Von den RTF Distillers, einer Tochter der Hinzself Group in Köln, mit der Herstellung betraut ist eine namentlich nicht genannte Brennerei. Diese kombiniert Rose, Hibiskus, Himbeere, Grapefruit, Orange, Zitronenverbene, Wermutkraut und Veilchenwurzel. Abgefüllt wird mit einem Alkoholgehalt von 19 Prozent und mit einer hinsichtlich des Umfangs nicht näher beschriebenen Süßung. Allem Anschein nach kommt man ohne Farbstoff aus. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Root-to-Fruit-Übersichtsseite zu finden.
Optik / Flasche
Zu haben ist der orangerote Root to Fruit – Kalyx in einer kompakten Weißglasflasche. Der eher schmale, zylindrische Körper steht auf einem recht massiven Sockel. Am anderen Ende verbinden rundliche Schultern den Körper mit dem mittellangen Hals. Den Hals umringen Reste einer roten Schrumpfkapsel, bedruckt mit in erster Linie mit dem Markennamen und ein paar Ornamenten in Schwarz.
Verschlossen wird die Flasche von einem großen Kunstkorken, der in einen metallenen Griff eingelassen ist. Den rötlich schimmernden Griff ziert neben dem Markennamen auch das einen Baum zeigende Markenlogo in Schwarz.
Den Körper der Flaschen bedecken ringsherum weiße Muster, in denen sich Darstellungen von Früchten und Blättern verstecken. Auf der Vorderseite befindet sich zudem eine wappenförmige Fläche, auf der die lilafarbene Qualitätsbezeichnung steht. Darüber erblickt man die Darstellung eines Schmetterlings, darunter die einer Himbeere. Knapp oberhalb des Bodens ist eine kurze Beschreibung der Spirituose vorhanden.
Geruch / Geschmack
In der Nase präsentiert sich der Root to Fruit – Kalyx sehr fein und zurückhaltend süß mit wärmender Fruchtigkeit und ebenso wärmender Würze. Dabei treffen blumig-fruchtige Noten von Hibiskus sowie Himbeere, Grapefruit und Orange auf Wermutkraut und Veilchenwurzel mit dezent bitteren und erdigen Tönen.
Leicht und mit auffällig geringer Süße macht sich der Aperitif im Mund bemerkbar. Im Vordergrund stehen Himbeere, Zitronenverbene, Orange, Hibiskus und Rose, flankiert von einer wenig herben Würze vorrangig nach Wermutkraut.
Der Nachhall erweist sich als vergleichsweise dünn und kurz. Abgesehen von einem leicht trockenen Mundgefühl verbleiben noch wenige leicht süße Früchte und zuletzt erdig herbale Töne.
Empfohlene Trinkweise
Gemacht ist der Root to Fruit – Kalyx für den Mix. Von offizieller Seite empfohlen werden der „Kalyx Spritz“, der „Kalyx Fizz“ und der „Kalyx Tonic“. Die Rezepturen dieser und weiterer Drinkideen befinden sich auf der Markenwebsite .
Grundsätzlich spricht nichts gegen den Purgenuss. Während Geruch und Geschmack gefallen, bricht der Nachhall allerdings zügig ab.
Fazit