Schierker Feuerstein im Test: Herb-süß und nicht zu schwer

Gefeiert als Erfinder des Schierker Feuerstein wird Willy Drube. Der Apotheker ging mit seinem Kräuterlikör beziehungsweise Kräuter-Halb-Bitter im Jahr 1908 in Schierke im Harz im heutigen Sachsen-Anhalt an die Öffentlichkeit. Noch heute, so das in vierter Generation geführte Familienunternehmen, erfolgt die Herstellung weiterhin nach der Originalrezeptur, die seit jeher lediglich innerhalb der Familie weitergegeben worden sei. Was die Zusammensetzung anbelangt, hält man sich bedeckt. Die Rede ist ausschließlich von ausgewählten Kräutern und Wurzeln aus der Heimat genauso wie aus Übersee. Das Mazerieren der Ingredienzen in Neutralalkohol geschieht im Stammhaus in Schierke, während die weitere Herstellung inzwischen im nahen Bad Lauterberg erfolgt. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 35 Prozent und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Schierker-Übersichtsseite zu finden.

Schierker Feuerstein

Optik / Flasche

In seiner Weißglasflasche erstrahlt der Schierker Feuerstein dunkel-karamellfarben mit rötlichem Schimmer. Die Formgebung der Flasche ist recht traditionell, allerdings mit modernem Touch. Der Körper verfügt über eine hohe und schlanke Zylinderform, die knapp oberhalb des Bodens etwas rundlich ausfällt. Die ebenfalls etwas rundlichen Schultern, versehen mit dem Namen des Kräuterlikörs in Reliefschrift, verbinden den Körper mit einem recht langen Hals, den eine teils weiße und teils rote Banderole mit Wappen und Verweisen auf Gründer Willy Drube umringt.
Zum Einsatz kommt ein Drehverschluss aus Metall in einer Rot-Weißen-Farbkombi. Oben abgedruckt ist der Name des Kräuterlikörs.
Das große Etikett auf der Vorderseite ist vor allem in Rot getaucht, besitzt aber auch einen braunen Rahmen. Ebenfalls in Brauntönen wiedergegeben wird eine großflächige Darstellung des namensgebenden Schierker Feuerstein, einer Feuersteinklippe, die zum Wahrzeichen von Schierke geworden ist. Kontraststark in Weiß erstrahlt der Name des Kräuterlikörs im oberen Drittel des Etikett.
Auf dem Rücketikett erläutert ein kurzer Text die Entstehung des Kräuterlikörs.

Geruch / Geschmack

Frisch herbal erreicht der Schierker Feuerstein die Nase. Dabei werden umgehend Erinnerungen an Anis, Bitterorange und etwas blumigen Lavendel geweckt. Weiter entwickelt sich eine Würze mit an Zimt, Nelke, Ingwer und Enzian erinnernden Noten, gepaart mit einer Spur Kaffee. Die angenehm dosierte Süße prägen Noten von Karamell, Süßholz und Vanille.
Im Mund präsentiert sich der Kräuterlikör viskos, leicht warm und kraftvoll nach Gewürzen wie Zimt, Nelke und Kaffee, gefolgt von frischer Bitterorange, aber auch von einem Hauch Anis und Enzian. Der Geschmack ist nicht zu süß mit Aromen von Karamell, Süßholz und wenig Vanille. Durchgehend verweilt eine milde Schärfe von Ingwer im Hintergrund. Zudem zeigen sich immer wieder trockene Einschlüsse im Mundgefühl.
Final fällt die sehr zurückhaltende Süße auf, was den Kräuterlikör vergleichsweise leicht und recht trocken erscheinen lässt. Im mittellangen bis langen machen sich Bitterorange, ein Touch Anis, Zimt, Nelke und Ingwer, Karamell, Süßholz sowie Kaffee bemerkbar.


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Empfohlene Trinkweise

Gemacht ist der Schierker Feuerstein für den Purgenuss bei Zimmertemperatur oder bei maximal leichter Kühlung.
Inzwischen haben Kräuterliköre aber auch ihren Weg in diverse Drinks gefunden. Neben Simple Serves im Mix mit Limonaden wie Cola oder Ginger Beer empfiehlt das Familienunternehmen auf seiner Website unter anderem einen „Schierker Sour“, einen „Schiergroni“ oder einen „Schierker Sunrise“.

Fazit

sehr gut

Der Schierker Feuerstein ist ein geschichtsträchtiger Kräuterlikör der Kategorie Halbbitter, der eine Hommage an den Harz sein soll. Für die mittlerweile überregionale Popularität wird nicht zuletzt auch das runde und feingliedrige Geschmacksprofil gesorgt haben.
Besonders hoch punkten kann die Komposition durch ihren gelungenen Spagat zwischen herb und süß. Aufgrund der vergleichsweise zurückhaltenden Süße wirkt der Likör nie klebrig oder schwer, dennoch ist das Mundgefühl angenehm viskos und warm. Die Aromatik selbst erweist sich als durchaus komplex mit herbal-frischen Tönen und würzig-erdigen Noten.
Im Vordergrund steht zwar der Purgenuss, inzwischen ist aber auch das Mixen mit Kräuterlikören angesagt.
Das Design zeigt moderne Elemente, zollt aber auch der langen Markengeschichte Tribut.
Erworben werden kann die 0,7-l-Flasche des Schierker Feuerstein für preiswerte 13 Euro, bisweilen sogar für nur 10 Euro.

Das Sample wurde uns von Schierker Feuerstein ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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